Unterföhring

Was für ein Scheißtag für die Polizeifamilie.
In Unterföhring am Münchener Stadtrand wurde heute Vormittag einer Kollegin in den Kopf geschossen.
Nach einem Streit in der S-Bahn wollten die Kollegen Personalien der beteiligten Personen feststellen. Der Routineeinsatz wurde aus dem Nichts zum SuperGAU. Der Täter stieß den Kollegen zu Boden, entriss ihm die Waffe und schoss das Magazin leer. Der Kollegin schoss er in Kopf. Sie schwebt in Lebensgefahr. Auch Passanten wurden getroffen.
 
Meine Gedanken sind heute Abend natürlich bei der schwerverletzten Kollegin. Hoffen wir, dass sie durchkommt und diesen schwarzen Tag überlebt. Auch den verletzten Unbeteiligten wünsche ich das Beste.
 
Wir dürfen allerdings auch alle anderen Kollegen in Unterföhring nicht vergessen, die diesen Tag, und alle, die folgen, irgendwie überstehen müssen.
 
Mir zeigen solche Horrormeldungen, dass es keine Routineeinsätze gibt, dass wir jederzeit maximal auf uns und unsere Partner Acht geben müssen, und dass es nicht selbstverständlich ist, nach dem Dienst wieder sicher nach Hause zu kommen.
Passt auf euch auf.
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Diskussionen über den Täter oder gar über ins Blaue vermutete Unachtsamkeiten der Kollegen lasse ich hier nicht zu. Ich werde derartige Kommentare nicht freischalten und bitte dafür um euer Verständnis.
Das Beitragsbild zeigt die „thin blue line“ – ein internationales Symbol für den Zusammenhalt der Polizei und die Solidarität der Bürger mit ihrer Polizei. Die blaue Linie trennt symbolisch das Gute vom Bösen bzw. Ordnung vom Chaos. 
 

3 Gedanken zu “Unterföhring

  1. lepetitcitron

    Verdammt! Mir stehen die Tränen in den Augen wenn ich an eure junge Kollegin, ihre Familie und die die ihr nahestehen denke. Ein hoffnungsvolles Leben, gerade erst angefangen sich zu entfalten, zerstört in Sekundenschnelle, unvorhersehbar, wegen einer Nichtigkeit.

    Und jeder von euch muss im Dienst jederzeit mit dieser Möglichkeit rechnen, sich trotzdem ‚Bürgernah‘, regelkonform und als Helfer in Uniform verhalten.

    Meinen großen Respekt und Dank dafür, an dieser Stelle und an diesem Tag
    Wolfgang van Oorschot

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  2. Wieder so ein Tag, an dem ich mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen „meinen“ Münchner Polizisten schreibe, dass sie und ihre Kollegen auf sich aufpassen sollen, obwohl ich weiss, daß sie das sowieso tun und daß es trotzdem jederzeit so eskalieren kann wie gestern in Unterföhring.

    Ich bin in Gedanken bei der Polizistin, ihrer Familie, den Freunden und Kollegen und wünsche ihr, daß sie wieder vollständig gesund wird, ohne bleibende Schäden. Ihren Kollegen wünsche ich, daß sie das Erlebte verarbeiten können. An den Reaktionen bei Twitter und FB hat man sehen können, dass das gestern auch für viele nicht-Polizisten ein Scheißtag war, weil so eine Tat auch uns Bürger einfach fassungslos macht.

    Danke, daß Ihr da seid, passt auf Euch auf, alles Liebe und Gute für Euch und mögt Ihr immer gesund und unverletzt nach Hause zurück kehren.

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  3. A.F.

    An Tagen wie Unterföhring bin ich einfach nur froh, das meine Schwester nicht mehr m Streifendienst ist und das es bei meinem Schwager genau so ist. auch das mein Schwager nicht mehr bei den Nazi Demos ganz vorne mitspielen muss.

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