Unterföhring

Was für ein Scheißtag für die Polizeifamilie.
In Unterföhring am Münchener Stadtrand wurde heute Vormittag einer Kollegin in den Kopf geschossen.
Nach einem Streit in der S-Bahn wollten die Kollegen Personalien der beteiligten Personen feststellen. Der Routineeinsatz wurde aus dem Nichts zum SuperGAU. Der Täter stieß den Kollegen zu Boden, entriss ihm die Waffe und schoss das Magazin leer. Der Kollegin schoss er in Kopf. Sie schwebt in Lebensgefahr. Auch Passanten wurden getroffen.
 
Meine Gedanken sind heute Abend natürlich bei der schwerverletzten Kollegin. Hoffen wir, dass sie durchkommt und diesen schwarzen Tag überlebt. Auch den verletzten Unbeteiligten wünsche ich das Beste.
 
Wir dürfen allerdings auch alle anderen Kollegen in Unterföhring nicht vergessen, die diesen Tag, und alle, die folgen, irgendwie überstehen müssen.
 
Mir zeigen solche Horrormeldungen, dass es keine Routineeinsätze gibt, dass wir jederzeit maximal auf uns und unsere Partner Acht geben müssen, und dass es nicht selbstverständlich ist, nach dem Dienst wieder sicher nach Hause zu kommen.
Passt auf euch auf.
__________________________________________________
Diskussionen über den Täter oder gar über ins Blaue vermutete Unachtsamkeiten der Kollegen lasse ich hier nicht zu. Ich werde derartige Kommentare nicht freischalten und bitte dafür um euer Verständnis.
Das Beitragsbild zeigt die „thin blue line“ – ein internationales Symbol für den Zusammenhalt der Polizei und die Solidarität der Bürger mit ihrer Polizei. Die blaue Linie trennt symbolisch das Gute vom Bösen bzw. Ordnung vom Chaos. 
 

Richard

Kccchhhhrrrt… ein lautes Kratzen ist zu hören, als die Kollegin und ich die Überreste des Motorrollers von der Fahrbahn auf den Gehweg wuckern. „Mach nix kaputt!“ scherzt sie. Ich würde lächeln, kann aber gerade nicht, der Schrotthaufen muss die Gehwegkante hoch.  Weiterlesen „Richard“