Ein Hoch auf den Hausmeister

Der Hausmeister zeigt uns die offen stehende Tür. Einen Einbruch halte ich in dieser muffigen Bude für unwahrscheinlich. Eher würde hier jemand raus als rein wollen. Buäh. Naja – wir schauen trotzdem drinnen mal nach dem Rechten. Man weiß ja nie.

Als ich ins Wohnzimmer komme, steigt mir ein süßlicher Geruch in die Nase, der gleich mein Interesse weckt. Ach guck: wir stehen mitten in ’ner Kiffer-Bude! Und der Mieter scheint nicht nur selbst ab und zu ein verbotenes Pfeiffchen zu rauchen, er vertickt das Grünzeug offenbar auch recht geschäftstüchtig. Bloß ungünstig, dann zu vergessen, die Bude ordentlich abzuschließen, wenn man aus’m Haus geht. Gut, dass er so einen gewissenhaften Hausverwalter hat, der gleich die Polizei ruft.  Ich sehe schon vor meinem geistigen Auge den beflissenen Hausmeister dem Dealer stolz erzählen, wie gut er auf dessen Wohnung aufgepasst hat. Da wird der Drogi sich wohl herzlich bedanken und mehr als sparsam gucken, wenn er nach Hause kommt. Und auf den Schrecken hat er noch nicht mal was zu Rauchen im Haus. Ein Teufelskreis.

Wir sind da besser dran. Wir bedanken uns höflich beim Hausmeister für den Hinweis auf die offene Tür, packen ein, was die KriPo interessiert, schreiben eine Anzeige und lachen uns ins Fäustchen. Und – na klar – als wir gehen, ziehen wir natürlich noch die Wohnungstür ins Schloss.

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